Als ich in der Grundschule war, musste ich Spanischunterricht haben. Ich habe das gehasst, weil es sehr langweilig war. Wir haben nichts nützliches gelernt, nur Substantive, Farben und "Chunks". Ich konnte selbst nichts ausdrücken; deswegen hatte der Unterricht für mich kein Interesse. Auf diesen Grund hatte ich die spanische Sprache allgemein sehr ungern. Von den sechs Jahren, währen dessen ich Spanischunterricht gehabt habe, behalte ich jetzt fast kein Wort.
Als ich dann zum "junior high" gegangen bin, habe ich angefangen, Französisch zu lernen. Das war viel besser als Spanisch, weil ich wirklich gelernt habe. Das zweite Jahr war sehr frustrierend, weil ich aus schulpolitischen Gründen nichts Neues gelernt habe. Im nächsten Jahr musste ich morgens zum "high school" fahren, weil das dritte Jahr an meiner Schule nicht unterrichtet wurde (auch aus bürokratischen Gründen).
Nachdem ich vier Jahre Französisch gelernt hatte, bin ich als Austauschstudentin nach Frankreich gefahren. Das war ein sehr tolles und schweres Jahr. Mein Französisch ist sehr gut geworden, weil ich fast nur Französisch gehört, gelesen, geschrieben und gesprochen habe. Obwohl ich einige Schwierigkeiten in der Schule hatte, habe ich alles gelesen, was meine Schulkameraden in der Klasse gelesen haben. Ich war langsamer, aber schließlich habe ich alles gelesen. Das Schreiben war schwer, aber ich konnte sehr gut lesen, hören und auch sprechen. Im November habe ich angefangen, auf Französisch zu träumen, und im März war meine Aussprache so gut, dass man meinen Akzent nur dann merken würde, wenn man schon wüsste, dass ich Amerikanerin war.
Während des Jahres ist mein Englisch schlechter geworden; manchmal konnte ich mich an Wörter nicht erinnern. Es war vielleicht schwieriger, zurück in die USA zu fahren, weil viele Leute nicht verstehen konnten, wie ich meine Muttersprache nicht richtig sprechen konnte. Meine englische Pragmatik ist auch geändert worden; einmal habe ich einen Lehrer mit "sir" angeredet, weil ich in keiner anderen Weise das formale französische Anredepronomen "vous" ausdrücken konnte. Ich hatte nie in meinem Leben einen Lehrer so angesprochen, aber es war irgendwie in meiner Seele, dass ich einen besonderen Respekt zeigen sollte.
Ich habe weiter Französisch gelernt. Als ich zur Uni gegangen bin, habe ich angefangen, Deutsch zu lernen. Das hat ganz viel Spaß gemacht, weil ich eine sehr tolle Professorin hatte, die uns interessante Geschichte erzählt hat und sehr enthusiastisch war. Ganz am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, weil mein Kopf irgendwie nicht wusste, was er mit den neuen Informationen tun sollte. Teilweise wurden deutsche Grammatik und Wortschatz mit Englisch gespeichert, teilweise mit Französisch. Es hat ein oder zwei Monate gedauert, bis ich alles richtig organisiert hatte. Ich habe auch viel Interferenz vom Französischen gehabt, mehr als vom Englischen, aber nach der anfänglichen Verwirrung hat meine Erfahrung mit dem Sprachlernen schließlich geholfen, weil ich die mentale Struktur einfach kopieren und ausfüllen konnte.
Ich habe noch einmal gewählt, Austauschstudentin zu werden, aber diesmal bin ich nach Deutschland gekommen. Leider habe ich mehr Kontakt mit der englischen Sprache; deswegen ist mein Deutsch nicht so gut geworden, wie es hätte werden können. Ich kenne mich trotzdem ziemlich gut aus und kann fast alles ausdrücken, was ich sagen will, auch wenn es nicht sehr poetisch klingt.
Letzte Woche bin ich nach Schweden gefahren und habe versucht, die schwedische Sprache zu verstehen. Ich hatte überhaupt keine schwedische Vorkenntnisse; ich wusste nur ein Wort, "hej". Mit Hilfe meiner Vorkenntnissen der deutschen und englischen Sprachen habe ich einige Sachen ziemlich gut verstehen können. Das war für mich eine sehr tolle Erfahrung, weil ich jetzt weiß, ich brauche keinen formalen Unterricht um ein sehr praktisches Grundwissen über eine Fremdsprache zu sammeln.
When I was in elementary school I had to have Spanish class. I hated it, because it was very boring. We didn't learn anything useful, only nouns, colors, and a few phrases. I couldn't build any sentences myself; for that reason, I wasn't interested. Because I didn't like class, I ended up not liking the Spanish language. From these six years of class, I remember almost nothing of Spanish.
When I went to junior high I started French. That was a lot better than Spanish, because I actually learned something. The second year was frustrating, because I basically had to repeat the first year since the class I had planned on taking wasn't offered. The next year I had to go to the nearby high school for French class because that French level wasn't offered at my school at all, even though it should have been.
After I had taken French for four years, I went to France as an exchange student. That was a very fun and hard year. My French got very good, because I had contact only with French, almost no English. Although I had some difficulties in school, I read everything my French classmates read, even if it took me a while to do it. Writing was hard, but I could read, listen, and speak very well. In November I started to dream in French, and by March French people only noticed my accent if they already knew I was American.
During the year my English got worse; sometimes I couldn't remember words. It was perhaps harder to go back to the USA, because many people couldn't understand how I couldn't speak my mother language correctly. My English pragmatic changed, too; once I called a teacher "sir," because I couldn't find any other way to express the formal "vous" with which one talks to teachers in France. I had never said "sir" before, but it had somehow become ingrained in my soul that I should show a special respect to teachers.
I continued to study French. When I went to college I also started to learn German. That was great fun, because I had a great professor who told us interesting stories and was very enthusiastic. At the very beginning I had trouble, because my head didn't know how to organize the information it was getting. German vocabulary and grammar went partly to the English part of my brain and partly to the French part. It was a month or two before I had gotten everything sorted out. I also had a lot of interference from French, more than from English, but after the initial confusion my experience with learning a foreign language helped in the end, because I could simply copy the mental structure and fill it in with German data.
I chose once again to be an exchange student, but this came I came to Germany. Unfortunately I have more contact with English, so my German isn't as good as it could have become. I manage pretty well, though, and I can express almost everything I want to say, even if it doesn't sound very elegant.
Last week I went to Sweden and tried to understand Swedish. I didn't know anything of Swedish before; I only knew one word, "hej" (hello). By using my knowledge of German and English, I could understand some things pretty well. That was a great experience for me, because I now know that I don't need formal language instruction in order to gather basic, practical knowledge of a foreign language.